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Eine Reise nach Sardes und zum Tempel der Artemis

Eine Reise nach Sardes und zum Tempel der ArtemisSardes (Sardis) liegt nahe dem Bezirk Salihli in Manisa, am Fuße des Bozdağ-Gebirges, und ist nicht nur eine antike Stadt, sondern ein bedeutendes Zentrum, in dem sich die Weltwirtschaftsgeschichte veränderte und Legenden mit der Realität verschmolzen. Die Hauptstadt der Lyder lädt ihre Besucher heute zu einer Geschichte ein, die so reichhaltig ist wie die des Krösus.

Auf den Spuren von Geschichte und Mythologie: Sardes

Sardes schrieb ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. als prächtige Hauptstadt des Lydischen Reiches Geschichte. Dank moderner Konservierungsmaßnahmen und beeindruckender Restaurierungen zählt Sardes auch 2026 zu den wichtigsten kulturellen Stationen im Herzen der Ägäis. Die Geburtsstätte des Geldes: Lydisches Genie Eine der wichtigsten Erfindungen, die die Weltgeschichte grundlegend veränderten – die Münze –, wurde hier, in Sardes, erstmals geprägt. Die Lyder, die das vom Fluss Paktolos (Sart) herangeführte Gold-Silber-Legierung „Elektrum“ verarbeiteten, revolutionierten den Handel und machten Sardes zur reichsten Stadt der Antike. Noch heute spürt man bei einem Rundgang durch die antike Stadt die Spuren dieses einstigen Reichtums in jedem Stein. Prächtige Bauwerke: Gymnasium und Synagoge Das bekannteste Bild, das einem bei Sardes in den Sinn kommt, ist der Gymnasium- und Thermenkomplex mit seinen massiven Säulen. Der prächtige Innenhof dieses Bauwerks, das Zentrum für Bildung und Sport, gilt als Höhepunkt römischer Architektur. Unmittelbar daneben befindet sich die Synagoge von Sardes, eine der größten Synagogen der Antike, die mit ihren Mosaiken und ihrer Architektur die Weltoffenheit und Toleranz der Stadt von einst beweist. Ein Hauch von Mythologie: König Midas' Gold Sardes ist nicht nur bei Historikern, sondern auch bei Mythologie-Begeisterten gleichermaßen beliebt. Der Legende nach badete König Midas, dessen Berührung alles in Gold verwandelte, im Fluss Paktolos, der durch die Stadt floss, um sich von diesem „Fluch“ zu befreien. Das Gold von Midas’ Körper vermischte sich mit dem Fluss und färbte dessen Sand golden. Diese berühmte Goldmine, die Quelle des Reichtums von Lydien, ist seit Jahrtausenden mit dieser Legende verbunden. Artemistempel: Im Schatten des Bozdağ-Gebirges Etwas weiter oberhalb der Stadt, eingebettet in die Natur, liegt der Artemistempel, einer der größten ionischen Tempel der Antike. Mit seinen zwei massiven Säulen, die noch immer majestätisch emporragen, bietet dieses Bauwerk, zusammen mit der rauen Bergkulisse im Hintergrund, ein zeitloses Gefühl der Ruhe.